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Archive for the ‘Rezension’ Category

Warum meine Seite „Lokuszeit“ heißt, weiß man eigentlich.
Ich habe das Ganze mal bei „Über Lokuszeit“ verfasst und generell scheint mein lieber Mitbewohner nicht der einzige zu sein, der nur oder vor allem auf der Schüssel Zeit zum Lesen findet.
Damit habe ich meine kleine Nische in der (Buch-)Blogger-Welt gefunden. Der Aufhänger ist interessant, witzig und eigentlich kennt ihn jeder.

Diese Nische ist in Bücherkreisen auch schon eine Weile bekannt. Hier und dort findet man auf privaten, wie Geschäfts-Klosetts „witzige“ Bücher zum Mal-eben-kurz-drin-blättern. Leider handelt es sich hierbei zumeist um mit flachen Kalauern gespickte oder zum Teil auch geschmacklose Büchlein, die spätestens nach zwei Seiten keine Lust mehr darauf machen, sitzen zu bleiben, sondern möglichst schnell das Badezimmer wieder frei zu machen. Absicht? Man weiß es nicht. Aber in jedem Falle ärgerlich, zieht man in Betracht, dass das Geschäft auf dem Örtchen eben für viele die einzige Möglichkeit ist, sich zu entspannen und ein oder zwei Seiten zu lesen. (mehr …)

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Jeder, der hin und wieder meinen Blog oder ein paar meiner Büchertweets liest, weiß, dass ich ein großer Fan von Thrillern und Krimis bin.
Nach einigen recht guten Bewertungen im Internet und dem Lesen des Rückentextes war es also beschlossen, dass ich endlich mal wieder einen Thriller aus deutschen Landen lesen. Und nach ‚Splitter’ von Sebastian Fitzek war ich nicht nur davon überzeugt, dass diese Romane richtig gut sein können, ich war auch für das Thema „Was-Dein-Hirn-Dir-vorspielen-kann“ „heiß“ gemacht worden.
Denn auch Arno Strobels Roman behandelt dieses Thema.

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Ich gebe zu: „Das Buch ohne Namen“ (DBoN) habe ich nicht auf eine Empfehlung hin gelesen. Es war auch keine Rezension. Nein. Ich bin hier schlicht und einfach dem Marketing vom Verläger Bastei Lübbe verfallen.
Ein Einband, der nach altem Leder aussieht. Ein Buch, das vermeintlich keinen Namen hat und die Tatsache, dass einem, nachdem man es gelesen hat, der Tod ereilen wird.
Hörte sich einfach definitiv nach einem Buch für mich an.
Und dann wurde ja auch noch im Klappentext damit geworben, dass es eine Mischung aus Pratchett und Tarantino sei.

Obwohl ich auch zugeben muss, dass ich eher ein Thriller-Leser bin, den Tarantino-Stil nur von bewegten Bilder kenne und von all dem, was ich je gelesen habe, Robert Rankin das ist, was Pratchett am nächsten kommt.
Dennoch. Es klang einfach zu verlockend. Sah einfach zu verlockend aus.
An dieser Stelle also ein Lob an die Marketing-Abteilung von Bastei Lübbe. (mehr …)

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Schon das letzte Buch aus dem Hause FESTA begeisterte mich schwer. Nach wie vor ist „Dying To Live“ mein Lieblingsbuch und das merkt jeder, der mit mir darüber redet.
Doch neben all seinen Gefühlen, die „Dying to Live“ in mir Auslöste – Trauer, Bedrücktheit, Hochgefühle, usw. löste es etwas nicht aus. Nämlich echtes Grauen.
Die Schicksale dort waren schrecklich, waren traurig und schockierten. Doch echter Horror blieb aus, denn das war nicht die Intension vom Autor Kim Paffenroth.

Necrophobia 3 ist, wie auch Paffenroths Roman absolut nichts für schwache Nerven. Oh nein. Ich habe echtes Grauen erlebt. In diesem einen von drei Büchern… Der Festa-Verlag hat gezeigt, wie es geht. Und damit verdammt guten Geschmack bewiesen. Nach diesem Buch weiß man, warum Frank Festa als „Horror-Papst“ bezeichnet wird. (mehr …)

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Ich habe schon eine Menge Bücher gelesen. Längst nicht so viele, wie so manch anderer, aber ich denke, es ist dennnoch eine beträchtliche Anzahl. Darunter waren etliche Krimis und Thriller, Fantasy-Lektüren und Jugendromane. Und wer mich etwas kennt, weiß, dass ich ein Verehrer von H. P. Lovecraft bin und so zwangsläufig auch des Öfteren ins Horror-Genre schnuppere. Und in vielen davon ging es zum Teil wirklich arg brutal zur Sache.
Aber ohne mich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, kann ich wohl behaupten, noch nie so ein Buch, wie „Dying to live“ von Kim Paffenroth gelesen. (mehr …)

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10-jährige Kinder, die wortwörtlich schneller Kriminalfälle lösen, als die Polizei erlaubt, sind spätestens seit Enid Blytons 5 Freunde nichts Neues mehr. Auch TKKG, Die Knickerbrockerbande und/oder Die drei ??? sind so gut, wie jedem ein Begriff und haben uns alle einst in der Jugend begeistert und fasziniert.
Was also ist an der kleinen Flavia de Luce so anders? Was hebt sie ab von all den oben genannten Serien und Superdetektiven?
Die Antwort ist einfach, wie prägnant: Alles. (mehr …)

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Herr über Leben und Tod.
Fast jeder Mensch auf der Welt würde gern darüber entscheiden, wer stirbt und wer lebt; würde gern ein Veto einlegen, wenn jemand stirbt. Wer von uns würde nicht gern jemanden zurück haben, der von einem ging?
Johannes Cabal hat es geschafft. Seinem Ziel, ein Totenbeschwörer zu werden und somit Tote wieder zum Leben zu erwecken, kam er näher als je zuvor, als er dem Teufel für die Geheimnisse der Necromantie, seine Seele verkaufte.
Und es nervt ihn.
Denn wenn es ein Geschöpf gibt, mit dem man keine Geschäfte machen sollte, dann ist es wohl der Teufel. Ein Leben ohne Seele ist schlimm. Ein Leben ohne Seele und hirnlosen Untoten an seiner Seite ist nervtötend.
Also bleibt Johannes Cabal nur eine Möglichkeit: Er braucht seine Seele wieder. Vom Teufel. Und der wettet gern…

Ein ungewöhnlicher Wettlauf mit der Zeit, ein unfairer Gegner und ein unkonventioneller Jahrmarkt. So lässt sich „Johannes Cabal – Seelenfänger“ von Jonathan L. Howard wohl am besten beschreiben.
Trotz des eher düsteren Themas schafft Howard es, Humor und Charme in eine Welt zu bringen, wie sie trister nicht sein kann. Dabei ist die Hauptfigur – Johannes Cabal – unfreiwillig witzig und trotz seiner eher fragwürdigen Vorgehensweisen und Motivationen durchaus sympathisch und liebenswürdig gelungen.
Howard scheinen während des Schreibens Unmengen von schrägen Ideen im Kopf herum geschwirrt zu sein. Denn es folgt eine absurde Situation auf die andere – im guten, wie im schlechten Sinne.
Mag man anfangs noch positiv überrascht sein von der Fülle seiner Ideen, wird man bald darauf nahezu von Kuriositäten erschlagen. Das Buch wirkt wie eine Sammlung von Kurzgeschichten um die Hauptfigur, die nun zu einem großen Ganzen zusammengefasst wurden.
Nichts desto trotz ist der Roman ein guter geworden. Mit einer Mischung aus Terry Pratchett, Lovecraft und Derek Landy bringt einen die Geschichte des Antihelden Cabal mehr als nur ein paar mal zum Schmunzeln und Lachen. Mit jeder Menge Witz und Geschick baut Howard hier und dort Anspielungen ein, die nur Fans des jeweiligen Themas verstehen. Und das meine ich nicht negativ. Denn man fühlt sich verbündet mit dem Autor. Und so versteht man, was das Buch wirklich ist: ein Sammelsorium verschiedener komischer Ideen, freilich. Aber vor allem ein Tribut eines Fans an seine Vorbilder.

„Johannes Cabal – Seelenfänger“ ist ein Buch, dass man nicht zu ernst nehmen darf. Es entführt einen in eine schräge Welt, die nur ansatzweise mit unserer übereinstimmt oder sie hier und dort mal streift. Es erbaut sich, wie Pratchetts und R. Rankins Werke seine eigene Realität, in der alles zwar total verrückt, aber in sich doch schlüssig wirkt.
Cabal, der unfreiwillige Held der Geschichte, ist hierin noch der normalste und genau deshalb ein Außenseiter, der dem Leser, trotz all seiner Macken sofort sympathisch ist.

Für Fans des kuriosen und oft auch schwarzen Humors ist das Buch ganz sicher eine Empfehlung. Neulinge im Genre könnten sich vielleicht eher schwer tun, damit richtig warm zu werden. Aber ist das gelungen, macht es Spaß zu lesen, wie bürokratisch doch die Hölle sein kann…

Bewertung: 4/5

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